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Buchtipps

 

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Beschreibung
Das „Haus Hohenbaden“ war als DRK-Kindersolbad eine der führenden Einrichtungen des deutschen Kinderkurwesens. Im Rahmen der Aufarbeitung des Leids der ehemaligen „Verschickungskinder“ haben die Herausgeber, beauftragt durch den DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz e. V. als ehemaligen Träger, das verbandsintern überlieferte Schriftgut gesichtet und ausgewertet. Mit dieser Edition wird das Quellenmaterial für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit ist erstmals ein Quellenbestand veröffentlicht, auf dessen Grundlage das Verhältnis und die Interaktion zwischen einer Kinderkurklinik und ihrer Trägergesellschaft von der Nachkriegszeit bis zum Ende der reinen Kinderkuren systematisch und transparent untersucht werden kann
Beschreibung
Freude und Erholung – das versprachen die Kinderkur- und -erholungsheime der Nachkriegszeit. In den Bergen oder am Meer sollten die Kinder von Krankheiten genesen und gestärkt in den Alltag zurückkehren. Doch im Gegenteil dazu kam es in zahlreichen Einrichtungen zu Vernachlässigung und Gewalt. Dieser Sammelband dokumentiert die Ausstellung des Projekts Kinderverschickung des Landesarchivs Baden-Württemberg und fasst den Forschungsstand im Herbst 2024 zusammen. Er enthält neben vertiefenden Texten weiterführende Überlegungen, die das Thema in den Kontext von Erziehung, Medizin und archivischer Aufarbeitung sowie von verschiedenen Formen der stationären Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in der Nachkriegszeit stellt. Besonders anschaulich wird das Leid der Kinder durch Short Comics von Birgit Weyhe eingefangen (Max und Moritz-Preis Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin 2022).
Beschreibung
Über 15 Millionen Mal wurden Kinder in der BRD und der DDR seit 1945 zur Kur geschickt. Für viele von ihnen waren diese Wochen prägend – und doch haben sie kaum darüber geredet. Dieses Buch erzählt die wenig bekannte Geschichte der deutschen Verschickungskinder.

Als die Journalistin Lena Gilhaus durch Zufall davon hört, dass ihr Vater als Kind in Kur geschickt wurde, beginnt sie zu recherchieren. Sie veröffentlicht eine erste Recherche über Kinderkuren und löst damit eine Lawine aus: Menschen von überall melden sich und erzählen von eigenen Erfahrungen.

Lena Gilhaus folgt den Spuren weiter und stößt auf ein verdrängtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Millionen Kinder aus der BRD und der DDR verbrachten einen Teil ihrer Kindheit in Heimen, an der Nord- und Ostsee, in den Bergen und auch im Ausland. Sie sollten dort zu Kräften kommen und gesund werden – viele erlebten diese Zeit aber als Grauen. Erst in den 70er- und 80er-Jahren änderten sich die Kurkonzepte langsam.

Wo liegen die historischen Wurzeln der Kinderverschickung? Hat der Nationalsozialismus Spuren hinterlassen? Wie waren die Kuren organisiert, wer finanzierte sie – und wer profitierte davon? Wie war der Alltag, was erlebten die Kinder dort – und welche Tiefenwirkungen hatte das für die Gesellschaft der Nachkriegszeit? Spannend, anschaulich und erschütternd: Lena Gilhaus erzählt anhand unveröffentlichter Dokumente und vieler Erlebnisberichte die verdrängte Geschichte der Kinderkuren.
Beschreibung
»Endlich! Anja Röhl hat ein erstes Grundlagenbuch über die gigantische Verdrängung einer kollektiven Traumatisierung von Millionen von Kindern durch Verschickungen geschrieben. Dank ihrer Beharrlichkeit und dem Mut zahlloser Betroffener beginnt nun die so notwendige Aufarbeitung.« Karl-Heinz Brisch

Zwischen den 1950er und 1990er Jahren wurden in Westdeutschland zwischen acht und zwölf Millionen Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren auf kinderärztliches Anraten und auf Kosten der Krankenkassen ohne Eltern zur »Erholung« verschickt. Während der meist sechswöchigen Aufenthalte an der See, im Mittelgebirgsraum oder im Hochgebirge sollten die Kinder »aufgepäppelt« werden. Tatsächlich erlebten sie dort jedoch oft Unfassbares: Die institutionelle Gewalt, die sich hinter verschlossenen Türen ereignete, reichte von Demütigungen über physische Gewalt bis hin zu sexuellem Missbrauch. Betroffene leiden noch heute an den Folgen der erlittenen Traumata.

Anja Röhl gibt den Verschickungskindern eine Stimme und möchte die Träger ehemaliger Verschickungsheime in die Verantwortung nehmen. Sie zeigt, welches System hinter den Kinderkuren stand, und geht möglichen Ursachen für die dort herrschende Gewalt nach. Das Buch ist ein erster großer Schritt zur Aufarbeitung eines bisher unerforschten Bereichs westdeutscher Nachkriegsgeschichte und zur Anerkennung des Leids Betroffener.
Beschreibung
Schätzungsweise acht Millionen Kinder wurden zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren auf Anweisung von Ärzten in sogenannte Kindererholungsheime verschickt und kamen verstört oder traumatisiert zurück. Was viele Verschickungskinder dort erleben mussten, prägt sie bis heute: Heimweh, Einsamkeit, Zwang und Gewalt. Ihr Schicksal war lange tabu. Es ist Zeit, die Tür in die Vergangenheit weit aufzumachen: Wie war das möglich und wer war dafür verantwortlich?
Die Historikerin und Journalistin Hilke Lorenz hat mit vielen ehemaligen Verschickungskindern gesprochen. Sie erzählt ihre Geschichten und geht ihren Hinweisen nach. Manche Erinnerungen sind lückenhaft, sind manchmal mehr ein Gefühl oder eine Vermutung als Gewissheit. Viele Erwachsene sprechen zum ersten Mal über ihre Erfahrungen und fangen gerade erst an zu begreifen, welchen Einfluss die Wochen und Monate der Kinderkur auf ihr weiteres Leben hatten. Was Hilke Lorenz darüber hinaus in den Archiven findet, schockiert. Dabei geht es nicht nur um die NS-Erziehungsmethoden, die durch die Kontinuität des Personals fortgeführt wurden. Ihre Recherchen decken auch das profitable Geschäft auf, das mit dem Verschicken von Kindern gemacht wurde, und in das Ärzte, Heimbetreiber, Krankenkassen und Verbände involviert waren.

(Empfehlung: kaufe das Buch hier für 5€, da der Preis bei anderen Anbietern bei 29,90€ liegt)
Die Geschichte der Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen in der Bundesrepublik 1945 –1989

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Wissenschaftliche Studie zu Kinderkurheimen der Humboldt Universität in Berlin:

Am 15. Mai 2025 haben die Deutsche Rentenversicherung, der Deutsche Caritasverband, die Diakonie Deutschland und das Deutsche Rote Kreuz einen Forschungsbericht zu ehemaligen Kinderkurheimen veröffentlicht.

hier gehts zur Studie
Die bewegende Geschichte einer Kinderfreundschaft – gefühlvoll erzählt von Bestsellerautorin Barbara Leciejewski

Frau Petri zerriss Susis Brief, einmal, zweimal, dreimal, viermal. Kleine Fetzen flogen in den Mülleimer. »Nimm diese hübsche Ansichtskarte, schreib etwas Schönes. Darüber freuen sich deine Eltern ganz sicher, und das möchtest du doch, oder nicht?«

Sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee – ein toller Urlaub, versprechen ihr die Eltern. Doch die achtjährige Susanne und die übrigen Kinder verbringen im »Haus Morgentau« die schlimmste Zeit ihres Lebens. Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen.
Das Diakonische Werk Württemberg und seine Mitgliedsorganisationen unterhielten bis Ende der 1980er-Jahre Erholungsheime für Kinder, u. a. das Haus Hubertus in Scheidegg, das Haus Carola in Schönau bei Berchtesgaden und den Bühlhof in Königsfeld.
Betroffene, die als Kind in Kindererholungsheimen und -kurstätten untergebracht waren und Gewalt erfahren hatten, verschafften sich mit öffentlichen Auftritten, Presseberichten und Publikationen Gehör. Sie fordern von der Politik und den Trägerorganisationen eine Aufarbeitung des an ihnen begangenen Unrechts während der Verschickung.
Gudrun Silberzahn-Jandt erforscht im Auftrag des Diakonischen Werks Württemberg, was die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Mitarbeiter:innen in den drei ausgewählten Heimen erlebten. Anhand umfassender Quellen und mittels Interviews gibt sie Einblick in den Alltag der Erholungseinrichtungen, der durch viele leidvolle, aber auch manche schönen Momente geprägt war.
Verschickungskind: Ein Rinnsal in den Hinterhalt

Der 5-jährige Steppke namens Udo wähnt sich ahnungslos auf einer Ausflugsfahrt und erlebt bitterböse Überraschungen. Die anfänglich felsenfeste Gewissheit, einen Ausflug zu machen, entpuppt sich in einem elendig langen und immer quälenderen Prozess als größte Lüge, der er in seinem jungen Leben aufgesessen ist. Mit dem nun unfbaren Schmerz, seine Familie nie wieder zu sehen, ist er schutzlos dem ausgeliefert, was das Schicksal für ihn noch parat hält. Von nun an sieht er sich mit einer täglichen Angst konfrontiert, erfährt seelische Demütigungen und körperliche Übergriffe. Was wie ein fiktiver Horrortrip anmutet, ist eine wahre Begebenheit! Und damit nicht genug. Etwas Ähnliches haben geschätzt ca. drei Millionen Kinder bis in die 1990er Jahre hinein erleben müssen – die heute sogenannten VERSCHICKUNGSKINDER. Das Werk soll Mitbetroffene sowie Mitfühlende ermutigen, auch ihre Stimme zu erheben, damit das Schweigen ein Ende hat und das Thema nachhaltiger in das Bewusstsein von Gesellschaft und Politik rückt. Schweigen ist Silber und Reden ist Gold!
Aufarbeitung im Dialog
Dokumentation und Analyse des Runden Tisches „Kinderverschickung in St. Peter-Ording“ (2024/25) noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen."

Für alle, die nicht teilnehmen konnten
Meine Seele war ein Totalschaden“: Als Fünfjähriger wurde Markus vergewaltigt

Als Verschickungskind erlebte Markus Schnermann sexuelle Gewalt. Das Trauma prägte seine Kindheit, brachte ihn auf die Sonderschule. Doch er wusste schon immer, dass dieser Stempel nicht passt.

Heute ist er erfolgreicher Unternehmer und Autor.

Bericht über Markus Schnermann <<hier>>

Interview mit Markus Schnermann <<hier>>

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